7 Geheimnisse des französischen Designs

7 Geheimnisse des französischen Designs

Die Franzosen legen bekanntlich unheimlich viel Wert auf Stil und Ästhetik. Die Vorliebe der französischen Kultur gegenüber dem edlen und extravaganten zieht sich von ihren perfekt gebundenen Schals bis hin zu den unglaublich zarten Desserts.

Selbstverständlich reicht diese Vorliebe der Ästhetik auch in die französischen Innenräume. Bereits seit den 1920er Jahren fasziniert eine französische Designer-Generation nach der anderen und prägen die Interieur – Designgeschichte. Als Charmant, vielfältig und verspielt gilt der französische Einrichtungsstil. Aber was ist das Geheimnis „les français“?

Mit diesen 7 Tipps verleihen Sie Ihrer Einrichtung den Flair der unvergleichlichen Pariser Hotels und charmantenmaisons“:

1. Lassen Sie es unvollendet

Mit einer beiläufigen Ästhetik, als ob sie es nicht einmal versucht hätten, lassen Franzosen Ihre Wohnräume mit einer Note der Unvollkommenheit elegant wirken. Ein französisches Zuhause ist niemals „overstyled“. Es gibt oft ein Element der Unvollständigkeit wie ein zerknitterter Leinen – Bettbezug oder ein nicht aufgehängtes Porträt mit Farbabplatzern.

2. Ein Hauch von Ruhm

Im Gegensatz zu dieser unvollendeten Einrichtung haben manche französische Einrichtungen einen Hauch von Opulenz und Freigiebigkeit. Diese Wirkung erzeugen oft überlange Seidenvorhänge, die sich auf den Boden fallen. Für eine opulente Wirkung kann aber auch ein übergroßer vergoldeter Spiegel sorgen. 

3. l´armoire“ - Der Französische Kleiderschrank

Der französische Kleiderschrank steht offen und bietet Schubladen, Regale und eine Kleiderstange. Diesen Effekt kann man ganz einfach erzeugen, indem man beim Kauf des Kleiderschrankes auf die Türen verzichtet. 

4. Ein klein wenig Glanz

Französische Wohnräume sind nicht pompös. Aber ein wenig Glanz in der Dekoration oder in Form von einer antiken französischen Leuchte, kann gewiss nicht schaden. Eine antike oder vintage - Deckenleuchte bringt einen Hauch von Originalität in den Raum. 

5. Architektur betonen

Bei vielen französischen Häusern und Wohnungen handelt es sich um Altbauten mit all den Nachteilen, die ein Altbau mit sich bringt. Doch die Franzosen verstehen den bei uns vielleicht eher negativ konnotierten Altbau als ein historisches Kunstwerk zu sehen. Daher wird auch nicht das Bedürfnis empfunden, geschnitzte Holzdetails oder den alten Holzboden zu retuschieren. Im Gegenteil: Alles was alt ist, wird betont. Ein Glas- oder Acrylglastisch steht in der Mitte der Wohnlandschaft um den alten Holzboden zu betonen. 

6. Eine freistehende Porzellanwanne

Die Dusche ist in Frankreich in aller Regel immer erst als Badewanne gedacht. Oft fehlt auch ein Duschvorhang. Eine Befestigung für die Brause zum freihändigen Duschen sieht man in Frankreich auch nicht oft. Denn: In Frankreich gilt die Dusche als Notlösung und muss schnell gehen. Franzosen nehmen nämlich viel lieber ein entspanntes Bad. Bei der Einrichtung des Badezimmers wird daher viel Wert auf eine schicke, freistehende Badewanne gelegt. 

7. Getrübte Farben

Der französische Einrichtungsstil verzichtet auf kräftige, helle Farben. Gedämpfte Farben werden aus der Farbpalette bevorzugt. Farben wie blasse Minze, Sand, Muschel oder Grau sind nur einige Beispiele dafür. Für die nötige Farbe im Raum sorgt man mit Kunst- oder dekorativen Objekten, Kissen oder Decken, die Leben in die Inneneinrichtung bringen.

Hoffentlich konnten wir mit diesem Artikel zu Ideen für die Inneneinrichtung anregen. Eine exklusive Inneneinrichtung muss, wie Sie sehen, nicht zwingend mit Designer Möbeln in Verbindung stehen. Manchmal sind es einfache kleine Tricks, die einen Wohnraum eleganter aussehen lassen können.